NRW will besseren Schutz vor Cyberattacken

20.02.2018

Rheinische Post  - Im Netz kursieren Tausende Schadprogramme, täglich kommen neue dazu. Behörden und Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sollen deswegen künftig besser vor Cyberangriffen geschützt werden. Doch der Weg bis zum cybersicheren Rathaus ist weit.

Ein um Jahre zurückgeworfenes Krankenhaus, attackierte Stadtverwaltungen, infizierte Computer bei der Bahn: Angriffe aus dem Internet sind längst keine theoretische Gefahr mehr - sondern bittere Realität mit weitreichenden Folgen. Nordrhein-Westfalen will Behörden und Unternehmen künftig besser vor solchen Cyberangriffen schützen. Das Land vereinbarte dazu am Dienstag in Bonn eine engere Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) - einer Bundesbehörde. Unter anderem geht es um Aus- und Fortbildungen sowie IT-Management in Krisenfällen.

"Die Lage ist sehr ernst", betonte BSI-Präsident Arne Schönbohm. Es gebe Millionen von Schadprogrammen und jeden Tag identifiziere man 280.000 neue. Auch NRW sei bekanntermaßen schon Ziel von Cyberangriffen gewesen. Schönbohm erinnerte an die Attacke auf das Lukaskrankenhaus in Neuss. Die Klinik musste 2016 zeitweise die Systeme runterfahren, weil sich ein Computervirus eingeschleust hatte - das hochmoderne Krankenhaus arbeitete plötzlich wieder wie vor 30 Jahren.

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