Kann man Trojaner impfen, um Cyber-Attacken zu verhindern?

04.12.2017

Netzpiloten Magazin - Laut einem Bericht aus dem Forbes Magazine gab es im Jahr 2016 insgesamt 638 Millionen Cyber-Attacken durch sogenannte Schadprogramme oder Trojaner. Orientiert man sich an der Anzahl bekannter, weitgreifender Attacken, die dieses Jahr bereits ausgeführt wurden, könnten es im Jahr 2017 noch mehr werden. Vielleicht ist es also an der Zeit, auf neue Lösungsansätze gegen solche Angriffe zu setzen; und zwar auf solche, die sich nicht bloß gegen Angriffe zu verteidigen versuchen, sondern sie von Haus aus verhindern.

Einige Netzsicherheits-Experten arbeiten bereits an sogenannten "Impfungen", die Angriffe auf unsere Rechner oder Daten verhindern sollen. Doch diese Art der Vorbeugung soll nur der Anfang sein. Wenn wir damit aufhören, unsere Rechner durch Metaphern als etwas Schutzbedürftiges darzustellen, und stattdessen Begriffe verwenden, die keine Angriffsmöglichkeiten suggerieren, könnten wir noch viel effektivere Wege zur Verhinderung von Angriffen entwickeln.

Im Falle des neuesten Trojaners Petya, bei dem Lösegeld gefordert wurde, entwickelten Forscher einen Impfstoff in Form einer Datei, die einen bestimmten Virustypus umgehend deaktiviert und Schaden am Rechner verhindert, sobald der Computer mit der Datei in Kontakt kommt. Damit unterscheidet sie sich von traditionellen Anti-Viren-Programmen, die Schadprogramme erst aufzuspüren und zu beseitigen versuchen, nachdem der Virus bereits in den Rechner eingedrungen ist.

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