Hacker können Schwachstelle in Herzschrittmachern ausnutzen

31.08.2017

Süddeutsche Zeitung - Es klingt wie eine Szene aus einer Hollywood-Serie, zum Beispiel Homeland, Staffel 2, Folge 10. Der Vizepräsident stirbt, weil ein Hacker aus der Ferne dessen Herzschrittmacher manipuliert. Ist das Szenario übertrieben? Hollywood quillt schließlich über vor Hacker-Angriffen, die nichts mit der Realität zu tun haben. In diesem Fall lautet die Antwort aber: Alles möglich, Menschenleben sind potentiell durchaus in Gefahr.

Wie real das Szenario ist, das hat sich nun in den USA gezeigt. Der US-Pharmakonzern Abbott verschickte am 28. August einen entsprechenden Brief an viele Ärzte. Dabei handelt es sich um eine Rückrufaktion, wie die zuständige US-Arznei- und Lebensmittelbehörde FDA mitteilt.

Rückrufaktion in die Wege geleitet

Die Überschrift des Briefs lautet: "Wichtige Cybersicherheits-Mitteilung". Die Ärzte werden auf eine neue Firmware-Version für Herzschrittmacher hingewiesen, da in der bisherigen Version Schwachstellen enthalten seien. Eine Firmware ist vergleichbar mit einer Software. Sie regelt, wie die Elektronik eines Gerätes funktioniert. Mehr