Hacker können implantierte Herzschrittmacher manipulieren

01.09.2017

General Anzeiger - Geschätzt 465.000 Herz-Patienten müssen aufhorchen. Hacker können möglicherweise Herzschrittmacher manipulieren. Davor warnt die US-Gesundheitsbehörde FDA auch Patienten in Deutschland.

Implantierte Herzschrittmacher Ziel eines Hackerangriffs? Was sich skurril und abwegig anhört, scheint eine Tatsache zu sein. Die US-Behörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimittel (FDA) warnte Ende August, dass verschiedene Modelle von Herzschrittmachern anfällig für Cyberattacken (Hackerangriffen) seien. Sie startete daher einen Rückruf der betroffenen Modelle, beziehungsweise forderte die Patienten mit den betreffenden implantierten Geräten auf, diese mit einem Software-Update zu versehen.


Herzschrittmacher werden Patienten chirurgisch in den Brustkorb oder Bauchraum eingesetzt, um einen normalen Herzrhythmus aufrechtzuerhalten. Dafür geben diese elektrische Impulse an das geschwächte Herz ab. Die amerikanische Gesundheitsbehörde schätzt, dass rund 465.000 Patienten im In- und Ausland ein gegenüber Hackerangriffen unsicheres Gerät eingepflanzt wurde. Laut einem Interview, dass PC-Welt mit Astrid Tinnemans, Head of Public Affairs Germany Abbott / St. Jude Medical GmbH, geführt hat, sagte sie, dass "es auch Herzschrittmacher in Deutschland betrifft". Mehr