FBI enttarnt Cyber-Attacke – mit Hilfe aus Lüneburg

05.12.2017

Hamburger Abendblatt - Das amerikanische FBI hat mit Hilfe von Lüneburger Polizei-Experten sowie der Staatsanwaltschaft Verden (Aller) ein weltweit agierendes Botnetz zerschlagen, das Millionen Computer mit Schadsoftware infiziert hat. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden, Lutz Gaebel, dem Abendblatt sagte, sei ein Weißrusse verhaftet worden. Außerdem wurden sieben Server beschlagnahmt und abgeschaltet. Die Besitzer infizierter Rechner würden in Kürze oder haben bereits Post - nicht per E-Mail - von ihren Providern bekommen, um ihre Rechner zu "säubern".

Neben dem FBI waren Ermittler der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg und der Staatsanwaltschaft Verden beteiligt. Mit dem international agierenden Botnetz wurde die Schadsoftware Andromeda weltweit verbreitet. Auslöser für die Beteiligung der Norddeutschen war der Erfolg bei der Zerschlagung des "Vorgängers" Avalanche.

Die Schadsoftware Andromeda wird zum einen durch E-Mails verteilt, die schadhafte Links enthalten. Wenn Anwender auf den Link klicken, starten sie den Download eines infizierten Dokuments. Die Nutzer können ihren Rechner aber auch über sogenannte Drive-by-Exploits infizieren. Dabei setzen die Angreifer vor allem manipulierte Werbebanner oder Websites ein, auf denen vor allem für zweifelhafte Inhalte wie Pornografie oder illegales Videostreaming geworben wird.

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