Cyberangriffe in der Wirtschaft: So werden deutsche Firmen ausspioniert und geschädigt

30.04.2018

Web.de - Wirtschaftsspionage und -sabotage verursachen in Deutschland Schäden im zweistelligen Milliardenbereich. Die Methoden, mit denen die Datendiebe dabei vorgehen, sind extrem dreist. Soziale Netzwerke und großangelegte Hackerangriffe spielen ebenso eine Rolle wie legale Zukäufe von Firmen. Verfassungsschützer warnen.

Deutsche Firmen sind zunehmend im Fokus ausländischer Spione. 2016 und 2017 wurden etwa 70 Prozent der deutschen Unternehmen und Institutionen Opfer von Cyber-Angriffen.
Etwa die Hälfte davon war erfolgreich: Die Angreifer konnten sich nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Zugang zu IT-Systemen verschaffen, die Funktionsweise von IT-Systemen beeinflussen oder Internet-Auftritte von Firmen manipulieren.

Mit fatalen Folgen: Jeder zweite erfolgreiche Angriff führte zu Produktions- oder Betriebsausfällen. Dazu kamen noch Kosten für die Aufklärung der Vorfälle und die Wiederherstellung der IT-Systeme sowie Reputationsschäden.

Dass es zunehmend nicht mehr nur um das Ausspähen der Konkurrenz gehe, sondern auch um Sabotage und Vorbereitungen für mögliche politische Auseinandersetzungen, sei dem Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, zufolge neu.

Mehr